BIOGRAFIE

Matthias Manasi, Dirigent

Vita

Matthias Manasi ist einer der weltweit gefragtesten Gastdirigenten und eine der profiliertesten Persönlichkeiten der deutschen Dirigentenszene.
Seine Vielseitigkeit und sein breites Repertoire führten ihn zu Symphonie- und Kammerorchestern, Ensembles für zeitgenössische Musik und zu Opernhäusern auf der ganzen Welt.

Nach seinem Studium schlug der Künstler die klassische Kapellmeisterlaufbahn ein: Nach Stationen an der Kieler Oper, Passauer Oper, Staatstheater Oldenburg, Staatstheater Kassel, Staatstheater Braunschweig und Oper Leipzig war er von 2010 bis 2013 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestra Camerata Italiana in Neapel und von 2013 – 2016 Dirigent an der Staatsoper Breslau, wo er unter anderem für Opernproduktionen wie Verdi’s Falstaff, La Traviata, Giovanna d”Arco, Macbeth, Rigoletto und Nabucco, Donizetti’s Lucia di Lammermoor und L’elisir d’amore, R. Strauss’ Die Frau ohne Schatten und Rosenkavalier, Rossini’s Il barbiere di Siviglia, Penderecki’s Paradise lost, Moniuszko’s Straszny Dwór und Halka, Mascagni’s Cavalleria rusticana, Leoncavallo’s Pagliacci, Saint-Saëns’ Samson et Dalila, Tschaikowsky’s Eugen Onegin, Puccini’s La Bohème, Wagner’s Parsifal and Der Fliegende Holländer, Eötvös’ Angels in America, Szymanowksi’s Król Roger, Orefice’s Chopin und Bizet’s Carmen und Les pêcheurs de perles verantwortlich war.

Höhepunkte der Saison 2018/19 sind Opernproduktionen von Verdi’s La Traviata an der Nickel City Opera Buffalo und von Boito’s Mefistofele an der Opera Craiova. Neben diesen Terminen ist Manasi international sehr präsent und gastiert u. a. an der Opera on the James in Lynchburg (USA) und mit Orchestern wie dem Orquestra Sinfonica do Rio Grande do Norte in Natal (Brasilien) und mit dem Southern Arizona Symphony Orchestra in Tucson (USA).

Sein Opernrepertoire umfasst inzwischen mehr als 100 Musiktheaterwerke, darunter zahlreiche Opern des 20. Jahrhunderts wie Penderecki’s Paradise lost, Eötvös’ Angels in Amerika, Shchedrin’s Anna Karenina, Langer’s Figaro gets a divorce (2016) und Floros’ A Bad Man’s Life (1918).
Zwischen 2010 und 2013 entwickelte sich das Orchestra Camerata Italiana unter Manasi zu einem Orchester mit herausragender Qualität und präsentierte in live übertragenen Konzerten im italienischen Fernsehen zahlreichen Werke vom Barock bis hin zu einigen Uraufführungen. 2017 dirigierte Manasi das weltweit live ausgestrahlte nationale Gedenkkonzert „Der Tod des rumänischen Königs Mihai“ mit dem Orchestra National Radio in Bukarest.

Matthias Manasi hat unter anderem mit folgenden Orchestern zusammen gearbeitet: Münchner Rundfunkorchester, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Bach-Collegium Stuttgart, Staatsorchester Hannover, Staatsorchester Oldenburg, Staatsorchester Braunschweig, Hamburger Symphoniker, Nürnberger Symphoniker, Baden-Badener Philharmonie, Orchestra Sinfonica di Roma, Orquestra Sinfonica do Teatro Nacional Claudio Santoro, Orchestra Nationala Radio Bukarest, Vantaa Symphony Orchestra Helsinki, Orquestra Filarmonica das Beiras Lissabon, Wiener Mozart Orchester, Berliner Camerata, Liepaja Symphony Orchestra, Chor des Bayerischen Rundfunks, Kazakh State Symphony Orchestra, Orquestra Sinfônica do Rio Grande do Norte, Orchestra Sinfonica Metropolitana di Bari, Orchestra Sinfonica di Sanremo, Southern Arizona Symphony Orchestra, Cukurova State Symphony Orchestra Adana, Neubrandenburger Philharmonie, Philharmonisches Orchester Brasov, Philharmonisches Orchester Olomouc, Orquestra Filamónica de Montevideo, Sofia Festival Orchestra, Polnische Kammerphilharmonie, Philharmonic Orchestra Györ, Orchestra Opera Constanta, Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim.

Seine Tätigkeit im Bereich Oper umfasst Produktionen und Vorstellungen unter anderem an der Oper Halle, Oper Leipzig, Theater Bremen, Staatstheater Braunschweig, Staatstheater Stuttgart, Staatstheater Kassel, Staatstheater Oldenburg, Staatsoper Breslau, International PuntaClassic Festival, Opera Constanta, Teatr Wielki Warschau (Polnische Nationaloper), Oper Poznan, Kieler Oper, Eutiner Festspiele, Stadttheater Klagenfurt, Opernfestival Schloss Rheinsberg, Silesian State Opera und beim Rossini-Festival in Bad Wildbad.

2010 übernahm Matthias Manasi als Music Director die Künstlerische Leitung des bekannten International Punta Classic Festivals in Montevideo, das sich unter seiner Leitung in dieser Zeit zu einem hochkarätigen Opernfestival von internationalem Renommee entwickelt hat. Dies nicht zuletzt wegen der hochkarätig besetzten Opernproduktionen mit Gesangsolisten aus ganz Nord- und Südamerika.

Schon immer geht der facettenreiche Opern- und Konzertdirigent Matthias Manasi immer wieder auch neue, moderne und innovative Wege: Er dirigiert weltweit Film-in Concert-Events (Harry Potter in Concert) und wurde vom Bayerischen Rundfunk für das außergewöhnliche Musikprojekt „Klasse Klassik“ mit dem Münchner Rundfunkorchester engagiert.

An der Musikhochschule Stuttgart studierte er Dirigieren bei Thomas Ungar, Klavier bei Andrejz Ratusinski und Komposition bei Prof. Matz. Außerdem studierte er Klavier bei Carmen Piazzini an der Musikhochschule Karlsruhe. Dirigieren studierte er außerdem bei Gianluigi Gelmetti, Helmuth Rilling, Jorma Panula und Kurt Masur. Während seines Studiums arbeitete er als Korrepetitor am Staatstheater Stuttgart und war Assistent von Manfred Honeck und von Heinz Holliger. Nach seinem Studium war er Assistent von Miguel Gómez Martínez.